Schubförmig-remittierender Verlauf (RRMS)
Der schubförmig-remittierende Verlauf ist die häufigste Verlaufsform der Multiplen Sklerose.
Etwa 90 Prozent der Betroffenen erleben zu Beginn der Erkrankung diesen Verlauf.
Was ist ein Schub?
Ein Schub ist eine neu auftretende neurologische Verschlechterung.
Typische Beispiele sind:
– eine Entzündung des Sehnervs
– Gefühlsstörungen wie Kribbeln oder Taubheit
Ein Schub entwickelt sich meist innerhalb weniger Tage und hält mindestens 24 Stunden an.
Wie verläuft ein Schub?
Zu Beginn der Erkrankung bilden sich die Beschwerden oft von selbst wieder zurück. Das kann Tage, Wochen oder auch Monate dauern. Man sagt dann, die Symptome „remittieren“.
Eine Behandlung mit Cortison kann dazu führen, dass sich die Beschwerden schneller zurückbilden.
Im weiteren Verlauf der Erkrankung kann es jedoch zu unvollständig rückgebildeten Schüben kommen. Dabei bleiben Restsymptome bestehen, die sich nicht mehr ganz zurückbilden.
Pseudoschübe
Nicht jede Verschlechterung ist ein echter Schub. Viele Menschen mit MS erleben bei Hitze oder Fieber vorübergehend schubähnliche Beschwerden. Diese nennt man Pseudoschübe.
Pseudoschübe entstehen nicht durch neue Entzündungsherde, sondern durch eine erhöhte Körpertemperatur. Sie werden nicht wie echte Schübe behandelt.