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Untersuchungen am Sehnerv 

Der Sehnerv gehört zum zentralen Nervensystem. Bei Multipler Sklerose ist er häufig betroffen.

Neben der MRT gibt es zwei weitere Untersuchungen, mit denen Veränderungen am Sehnerven festgestellt werden können: 

  • die visuell evozierten Potentiale (VEP)  
  • die optische Kohärenztomographie (OCT) 

Visuell evozierte Potentiale (VEP) 

Bei dieser Untersuchung wird geprüft, wie schnell Signale vom Auge zum Gehirn weitergeleitet werden. Damit lässt sich die Leitgeschwindigkeit des Sehnerven beurteilen.

Wie läuft die Untersuchung ab?

Auf der Kopfhaut werden kleine Elektroden angebracht, mit denen die Hirnströme gemessen werden. Das Auge erhält einen starken Sehreiz, zum Beispiel ein schnell wechselndes Schwarz-Weiß-Muster. Etwa eine Zehntelsekunde später können typische Wellen im Gehirn aufgezeichnet werden. 

Was bedeuten auffällige Ergebnisse?

Wenn der Sehnerv aktuell oder früher entzündet war, verändern sich diese Hirnstrom-Wellen und sind verzögert. So kann erkannt werden, ob der Sehnerv bei MS beteiligt ist.

Verzögerte Hirnstrom-Wellen können auf eine frühere oder bestehende Entzündung am Sehnerv hinweisen. Die VEP ist daher ein wichtiger Baustein der MS-Diagnostik.

Wissenswertes zur OCT 

Die OCT ist ein nicht-invasives bildgebendes Verfahren und damit eine Untersuchung ohne Eingriff. Sie ist schmerzfrei und ermöglicht hochauflösende Querschnittsbilder der Netzhaut in ihren einzelnen Schichten. 

Optische Kohärenztomographie (OCT) 

Bei der optischen Kohärenztomographie wird die Netzhaut des Auges mit speziellem Infrarotlicht untersucht. Die Untersuchung zeigt die verschiedenen Schichten der Netzhaut und kann Veränderungen am Sehnerven erkennen 

Was kann dabei festgestellt werden?

Nach einer früheren Sehnervenentzündung sind die Nervenfasern in der Netzhaut häufig reduziert. Diese Veränderungen lassen sich mit der OCT nachweisen. Auch so lässt sich eine Beteiligung des Sehnerven bei MS nachweisen.