Schubtherapie
Ein Schub liegt vor, wenn neu auftretende neurologische Beschwerden entstehen,
- ohne Zusammenhang mit Fieber, körperlicher Anstrengung oder Hitze,
- und wenn die Erkrankung zuvor mindestens vier Wochen stabil war.
Schübe können wenige Tage bis mehrere Wochen andauern.
Wie werden Schübe behandelt?
In der Regel erfolgt die Behandlung mit einer Kortisonstoßtherapie über drei bis fünf Tage, wenn die Beschwerden anhalten und den Alltag deutlich beeinträchtigen.
Ein Schub kann von wenigen Tagen bis zu mehreren Wochen anhalten. Die Kortisonstoßtherapie verkürzt die Dauer eines Schubes.
Nicht jeder Schub benötigt Kortison
Bei leichten Beschwerden kann auch abgewartet werden und er muss nicht mit Kortison behandelt werden
Die Entscheidung hängt davon ab, wie stark die Beschwerden sind und wie sehr sie den Alltag einschränken.
Behandlung bei schweren Schüben
Wenn ein Schub sehr ausgeprägt ist, zum Beispiel bei starker Sehminderung,
und nicht ausreichend auf Kortison anspricht, kommen weitere Verfahren infrage:
– Plasmaseparation (Blutwäsche)
– Immunapherese
Plasmaseparation und Immunapherese
Beide Verfahren gehören zur sogenannten Blutwäsche (Apherese). Ziel ist es, bestimmte entzündliche oder potenziell schädliche Bestandteile aus dem Blut zu entfernen und dadurch die Krankheitsaktivität zu beeinflussen.
Wie gut erholen sich die Beschwerden?
In den meisten Fällen bilden sich die Beschwerden eines Schubes vollständig zurück.
Manchmal können jedoch Restsymptome bestehen bleiben, vor allem in späteren Krankheitsphasen der MS.