Wie wird MS abgeklärt?
Oft sind es erste Beschwerden oder Symptome, die dazu führen, dass man eine Neurologin oder einen Neurologen aufsucht. Ziel ist es, die Ursachen der Beschwerden Schritt für Schritt zu klären.
Zu Beginn stehen immer das ärztliche Gespräch (Anamnese) und die klinisch- neurologische Untersuchung im Mittelpunkt. Erst danach folgen weitere Untersuchungen mit technischen Geräten, die man apparative Diagnostik nennt.
Erste Schritte zur MS-Diagnose
Das ärztliche Gespräch (Anamnese)
Beim ersten Termin fragt die Ärztin oder der Arzt ausführlich nach der Krankengeschichte. Dabei geht es nicht nur um aktuelle Beschwerden, sondern auch um frühere Symptome, die schon länger zurückliegen.
Auch frühere Beschwerden können wichtig sein. Sie geben Hinweise auf frühere Krankheitsschübe geben können, die damals noch nicht als MS erkannt wurden.
Zusätzlich werden bereits bekannte Erkrankungen sowie das Auftreten neurologischer Erkrankungen in der Familie oder bei nahen Verwandten besprochen.
Klinisch-neurologische Untersuchung
Nach dem Gespräch folgt eine körperliche Untersuchung des Nervensystems. Dabei überprüft die Neurologin oder der Neurologe verschiedene Funktionen, zum Beispiel mit einem Reflexhammer oder einer Stimmgabel.
Die Untersuchung zeigt, ob bestimmte Bereiche des Nervensystems beeinträchtigt sind. Sie gibt Hinweise darauf, ob das Gehirn, das Rückenmark oder der Sehnerv betroffen sein könnten
Warum ein MRT?
Mit dieser Untersuchung lassen sich Veränderungen im Gehirn und Rückenmark sichtbar machen, die für die weitere Abklärung wichtig sind.
Wie geht es danach weiter?
Ergeben sich aus dem Gespräch und der Untersuchung Hinweise auf eine Erkrankung des zentralen Nervensystems, wird in der Regel als nächster Schritt eine Magnetresonanztomographie (MRT) durchgeführt.